Zeitkapsel für die nächsten 100 Jahre hinterlegt
Prieschka hat seinen 700. Geburtstag würdig begangen. Sogar an eine Zeitkapsel wurde gedacht. Man hat sich vorgestellt, wie interessant es wäre, wenn wir im heutigen Jahr eine Dokumentenkapsel von unseren Vorfahren öffnen dürften, die uns darin mitteilen, wie sie vor 100 Jahren gelebt haben.
Da das nicht der Fall ist, machen die Prieschka’er im Jahr 2025 den Anfang. Zuerst gab es im Ort einen Aufruf an alle: Wer sich beteiligen will, kann seine Notizen, Artikel, Lebensläufe etc. aufschreiben, in einen Briefumschlag stecken und beim Ortsvorsteher abgeben. Und so wurden verschiedene Sachen nach und nach zusammengetragen, die dann in einer Messingrolle verstaut wurden. Im Monat Dezember war es dann so weit.
Die Kapsel wurde nach vollständiger Befüllung verlötet und von außen noch beschriftet, damit die Nachkommen wissen, in welchem Jahr sie geöffnet werden darf. In der Zeitkapsel fanden einen Platz für die nächsten einhundert Jahre folgende Dinge: Tageszeitung, Wochenzeitung, Kreisanzeiger, Verbandsanzeiger, 5 Ausgaben vom Prieschkaer „Hammer“ 2025, die Festzeitschrift anlässlich 700 Jahresfeier, Münzen, Flyer vom Dorffest und drei persönliche Erzählungen von Prieschkaer Familien.
Am Sonntag, den 14. Dezember, waren alle Prieschkaer im Rahmen der 700 Jahresfeier zum monatlichen Treff in der alten Dorfbäckerei eingeladen. Das letzte Zusammentreffen in diesem Jahr nahm man zum Anlass der Zeitkapsel unter reger Anteilnahme einen würdigen Platz im Glockenturm zu erweisen.
Da liegt sie nun und schweigt, bis sie in 100 Jahren wieder zum Leben erweckt wird. Dann darf sie ihre Geschichten erzählen … von den Menschen in Prieschka aus dem Jahre 2025.
Text: K. Naumann




